Wir in der Presse

Nachrichten Mainz (AZ) vom 15.06.2016 von Neli Mihaylova:

Samuel Bank (r.) leitet den Kurs für erwachsene Flüchtlinge im Schwimmbad des Theresianums. Foto: hbz/Harald Linnemann; imago
Samuel Bank (r.) leitet den Kurs für erwachsene Flüchtlinge im Schwimmbad des Theresianums. Foto: hbz/Harald Linnemann; imago

SCHWIMMSCHULE „Maike und Meike“ bietet kostenlosen Kurs für erwachsene Flüchtlinge

MAINZ – Vier Männer warten vor der Tür des Schwimmbads des Theresianum und unterhalten sich auf Arabisch. Ein weiterer Mann kommt hinzu und schließt sich der Gruppe an. In einer Plastiktüte trägt er ein Handtuch und seine Badehose. Es ist 18.20 Uhr, noch 25 Minuten bis zum Beginn des Schwimmkurses für erwachsene männliche Flüchtlinge. Die Männer wollen pünktlich sein.

Vor etwa zwei Monaten hat der Kurs der Schwimmschule „Maike und Meike“ begonnen. Die beiden Schwimmlehrerinnen hatten im Sommer einen kostenlosen Kurs für Flüchtlingskinder organisiert (wir berichteten). Das Interesse vonseiten der Eltern war danach so groß, dass sich die Organisatorinnen entschieden, auch einen Kurs für erwachsene Männer und einen für Jugendliche/Frauen anzubieten.

„Die ganze Organisation und der Unterricht laufen ehrenamtlich“, erzählt Schwimmschulleiterin Maike Brancaccio. Lediglich für die Schwimmlehrer gebe es eine kleine Aufwandsentschädigung.

„Wir können die Kurse fast kostenfrei anbieten, weil das Theresianum uns die Badmiete spendet“, erklärt Brancaccio. Mit diesen Kursen sei ein Traum von ihr in Erfüllung gegangen: „Ich habe mir schon immer gewünscht, dass wir mit der Schwimmschule möglichst viele Menschen erreichen.“

Mittlerweile haben sich die erwachsenen Schwimmschüler umgezogen und sind ins Wasser gesprungen. „Viele von ihnen hatten vor dem Kurs überhaupt keine Erfahrung mit Wasser und deswegen kein Gefühl dafür“, erzählt Schwimmtrainer Samuel Bank. Mit der Orientierung unter Wasser klappe es bis jetzt immer noch nicht so gut. „Aber sie wollen alle lernen und machen riesige Fortschritte“, fügt Bank hinzu.

Da nicht alle Kursteilnehmer Deutsch können, muss er vieles „mit Händen und Füßen“ erklären: „Aber das klappt ganz gut.“

Hannan Mustafa (19) aus Aleppo war das erste Mal auf dem Wasser, als er vor etwa elf Monaten auf einem kleinen Boot über die Türkei nach Griechenland floh. „Das war eine schreckliche Erfahrung. Deshalb will ich jetzt unbedingt schwimmen lernen. Denn man weiß ja nie – vielleicht werde ich wieder auf so einem Boot fahren müssen“, sagt er nachdenklich.

Seit einigen Wochen wohnt er in einer privaten Wohnung in der Neustadt und besucht die zehnte Klasse. Am Anfang des Kurses hatte er Angst. „Für mich war es sehr schwierig zu lernen, die Füße und die Arme im Wasser gleichzeitig zu bewegen“, erzählt er. Aber das Schwimmen macht ihm jetzt sehr viel Spaß: „Und Sport ist gut für den Körper“, sagt er mit Lächeln und springt vom Beckenrand ins Wasser.

Die Angst vorm Wasser überwinden (Allgemeine Zeitung, 15.06.2016)

 

 

Nachrichten Mainz (AZ Video online) vom 20.11.2015 von Ivo Wittich:
Mainz: Schwimmspaß für Flüchtlingskinder

 

 

Nachrichten Mainz (AZ online) vom 01.02.2015 von Danielle Schwarz:
Für mehr Selbstbewusstsein im kühlen Nass: Die Mainzer Kinder-Schwimmschule feiert zehnjähriges Bestehen (zum Artikel)

MAINZ – Eigentlich ging es ihnen nur um den Spaß an der Freude: Als Maike Brancaccio und Meike Richter 2005 eine Kinder-Schwimmschule eröffneten, hätten die beiden wohl selbst am wenigsten geglaubt, dass sich ihre „KiSchwiSchu“ so gut etablieren würde.

Mainz Lokales / KiSchwiSchu Meike und Maike Foto: Sascha Kopp
Mainz Lokales / KiSchwiSchu Meike und Maike Foto: Sascha Kopp

Leicht war der Weg nicht immer, aber in diesem Januar freuen sich die beiden Frauen über das Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen. Die Idee zur eigenen Kinder-Schwimmschule entstand während ihres Studiums der Diplomsportwissenschaften in Mainz: „Wir haben uns mit Sport im Elementarbereich beschäftigt und sind dabei mit Kindern geschwommen“, sagt Richter. „Aber wir wollten weitermachen und in der Praxis austesten, was wir in der Theorie gelernt hatten.“

Gruppengefühl wichtig

Ihr Lernkonzept haben die beiden Frauen bewusst so gestaltet, dass die Kleinen kindgerecht, im eigenen Tempo und mit viel Spaß Sicherheit im vierten Element gewinnen können. Individuelle Betreuung ist für die Schwimmlehrerinnen sehr wichtig: „Wir geben den Kindern die Zeit, die sie brauchen, denn jedes Kind lernt ohnehin nur so schnell, wie es selbst möchte“, sagt Richter. Den Vorteil eines Schwimmkurses im Gegensatz zum Erlernen durch die Eltern sehen beide im Gruppengefühl. Außerdem würden soziale und emotionale Kompetenzen gestärkt werden.

Beim Piratspielen oder dem Seestern, so der kindgerechte Name für den „toten Mann“, können sich die kleinen ans Wasser gewöhnen – und Talente leiten die beiden Schwimmlehrerinnen auch gerne an Vereine weiter. „Eine tolle Motivation für uns ist es, wenn die Großen ihre kleinen Geschwister mitbringen, teilweise in der dritten oder vierten Generation“, sagt Brancaccio. „Diese Arbeit ist wirklich das, worin wir aufgehen.“

Ihre Schwimmschule in Mainz

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